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Hagenberg startet mit Quanmax Zentrum für Computer-„Wolke“
LINZ/HAGENBERG. Computer werden sich künftig Programme hauptsächlich aus der Internet-„Wolke“ holen. Der Softwarepark Hagenberg gründet mit der Linzer Firma Quanmax ein Forschungszentrum für dieses „Cloud Computing“. Dieses Schlagwort (cloud = engl. für Wolke) gilt als der große Trend in der Informationstechnologie. Google macht uns vor, was gemeint ist: Daten liegen auf Google-Servern, Programme von Textverarbeitung bis Kalender werden nur bei Bedarf aus dem Internet geholt und benützt. Der Vorteil: kostengünstiger (Lizenzgebühren und teure Rechner entfallen), effizienter und aktueller. Die Gefahren liegen in der Sicherheit. Genau da setzt die Kooperation zwischen Quanmax (früher Gericom, Chiligreen, Maxdata) und dem Softwarepark Hagenberg an. Der bisher fast ausschließlich im Hardware-Bereich tätige Computerhersteller Quanmax mit den Marken Chiligreen und Gericom will ein führender Anbieter von Sicherheitslösungen für Computer werden, die sich in der weltweiten „Computerwolke“ bewegen. Dazu zählt etwa die Datenverschlüsselung. 30 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen mittelfristig dadurch in Hagenberg, kündigt Quanmax-Aufsichtsratschef Hannes Niederhauser an. Für Software-Park-Leiter Bruno Buchberger ist die Ansiedelung eines ausländischen Unternehmens (Quanmax ist taiwanesisch) „die Erfüllung eines Traums“, der Grundstein für ein größeres Kompetenzzentrum für Cloud Computing sein soll. Im Übrigen habe man sich im Falle Quanmax als Forschungsstandort gegen China durchgesetzt. Quanmax will in Kooperation mit Microsoft Sicherheitslösungen für Mittelbetriebe in der „Wolke“ anbieten und sich einen Teil des 800-Millionen-Euro Weltmarktkuchens abschneiden. Quanmax wird, so Niederhauser, im laufenden Geschäftsjahr (Ende: April) mit 105 Mitarbeitern 60 Millionen Euro Umsatz und ein profitables Ergebnis schaffen.
OÖ Nachrichten nachrichten.at, 04.03.2010 |
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