QUANMAX  


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  18.05.12 12:06


Hot-Stock mit KGV 3: Sichern Sie sich die Chance auf eine Kursvervielfachung

An Gericom werden sich erfahrene Börsianer nur ungern erinnern. Und doch ist im Laufe der Jahre aus Gericom, Maxdata und Chiligreen etwas entstanden, das sich sehen lassen kann und für die Zukunft durchaus Erfolg verspricht. Heute gehört die an der Frankfurter Börse notierte Quanmax AG mit den Marken Chiligreen (Consumer IT), Maxdata (Professional IT) und Secureguard (Security-Appliances) zu den größten und renommiertesten Herstellern und Vermarktern von IT-Hardware in Österreich. Das Unternehmen mit Sitz in Linz beschäftigt über 100 Mitarbeiter und hat zuletzt den Turnaround geschafft. Und das mit Bravour.

Nach heftigen Verlusten nun ein Millionengewinn

Hat Quanmax 2008 noch einen Fehlbetrag in Höhe von 9,2 Millionen Euro eingefahren, stand ein Jahr später ein Gewinn in Höhe von 3,3 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz kletterte um 110 Prozent von 28,2 Millionen auf 59,9 Millionen Euro. Unterm Strich ergibt sich daraus eine Netto-Gewinnmarge von 5,5 Prozent. Mittelfristig hat sich das Unternehmen eine Nettomarge von zehn Prozent zum Ziel gesetzt.

Das Management begründet die positive Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr wie folgt. "Die erfreuliche Ergebnisentwicklung beruht auf der konsequenten Umsetzung eines Kostensenkungsprogrammes, der Nutzung von Synergien mit der asiatischen Muttergesellschaft sowie dem Rückzug aus dem verlustreichen TV-Geschäft." Asiatische Muttergesellschaft? Richtig, Quanmax gehört seit 2008 über eine Tochter zu 67,99 Prozent der taiwanesischen Quanmax Inc., die wiederum zu rund 20 Prozent im Besitz des Notebook-Herstellers Quanta ist. Quanta fertigt im Auftrag von Hewlett-Packard oder auch Apple. Für die Österreicher bedeutet dies vor allem: Stabilität in der Aktionärsstruktur und beste Kontakte in die internationale IT-Szene. Und so verwundert es auch kaum, dass Quanmax in Zukunft auch in Osteuropa, Deutschland und der Schweiz mitmischen will. Und das nicht nur in angestammten Geschäftsbereichen.

Cloud Computing: Das Zukunftsthema

Im Frühjahr hat Quanmax seine Kapitalbasis durch die Ausgabe neuer Aktien gestärkt. Dem Konzern flossen rund neun Millionen Euro zu, wodurch die Eigenkapitalquote auf sehr solide 60 Prozent gestiegen ist. Verwendet werden soll das Geld in erster Linie für den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes Cloud Computing. Im Cloud Computing - der Verlagerung von Rechnern und Datenspeichern an große Anbieter - sehen Experten das nächste große "Ding" in der IT-Welt. Unternehmen wie Google, Salesforce, Microsoft, Amazon und Rackspace mischen hier bereits kräftig mit. Auch Quanmax setzt auf ausgewählte Partner. Die Firma will zu einem führenden Anbieter von hoch spezialisierten Produkten für Security im Bereich Cloud Computing werden und kooperiert mit internationalen Technologieführern wie Microsoft und Intel. Das Geld dafür ist vorhanden. Quanmax verfügt über liquide Mittel in Höhe von rund 25 Millionen Euro.

Starke Kapitalbasis, hohes Wachstum

Die liquiden Mittel decken mehr als die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung von 43,2 Millionen Euro ab und entsprechen rund 1,20 Euro je Aktie. Das Quanmax-Management hat erst kürzlich erneut das Ziel bekräftigt, den Umsatz 2010 auf über 70 Millionen Euro zu steigern. Das wäre ein Plus von knapp 17 Prozent gegenüber 2009. Zwei Jahre später - 2012 also - soll die 100-Millionen-Euro-Schallmauer durchbrochen werden. Der Gewinn soll dabei jeweils überproportional zulegen. 2009 lag er bei 39 Cent je Aktie, was einem KGV von 5,5 entspricht. Bezogen auf die neue Aktienzahl (20 Millionen gegenüber zuvor 13,7 Millionen) ergäbe sich ein Gewinn je Aktie auf 25 Cent, was in einem KGV von 9 resultieren würde. 2011 könnten bereits 35 Cent hängen bleiben (2011er-KGV: 6). Der hohe Cash-Bestand ist in dieser Berechnung noch nicht berücksichtigt. Würde man ihn für 2011 einbeziehen, ergebe sich ein cashbereinigtes KGV von unter 3!

Potenzial für Kursvervielfachung

Die Aktie der Quanmax AG hat nach erfolgtem Turnaround der Gesellschaft Chancen auf eine Kursvervielfachung, zumal das Unternehmen den meisten deutschen Anlegern noch kein Begriff ist. Dies dürfte sich jedoch nicht nur aufgrund geglückter Turnaround-Story ändern, sondern auch weil das Unternehmen in Zukunft verstärkt den Kapitalmarkt ansprechen möchte. Mitte Juni erfolgte der Wechsel in den Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse - verbunden mit der Akzeptanz höherer Transparenzregeln, was das Vertrauen der Marktteilnehmer ins Management stärken dürfte. Ende November wird sich das Unternehmen auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt präsentieren. DER AKTIONÄR rechnet daher mit einer verstärkten Berichterstattung seitens der Medien und erstem Analysten-Coverage. Das Kursziel beträgt 4,50 Euro. Ein Stopp sollte bei 1,40 Euro absichern. Schreibt das Unternehmen die Erfolgsgeschichte der vergangen Quartale fort, hat der Titel sogar Potenzial, sich im Wert zu vervielfachen.

 

Spezialreport - Der Aktionär, 28.06.2010




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