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Quanmax wächst in neue Dimensionen! Quanmax wächst in neue Dimensionen! Unser Urteil: Weiter kaufenswert! Paukenschlag bei Quanmax! Hannes Niederhauser, Aufsichtsratschef des Linzer Technologieunternehmens, will sich den Wiener IT-Dienstleister S&T einverleiben. S&T hat sich in einem Wahn von Übernahmen verschluckt und drohte angesichts tiefroter Zahlen und hoher Bankschulden den Gang zum Insolvenzverwalter anzutreten. Nunmehr will Niederhauser gemeinsam mit dem Finanzpartner grosso Holding die Firma retten und nahezu vollständig übernehmen. Beide Parteien zeichnen jeweils sechs Millionen S&T-Aktien zu zwei Euro. Insgesamt fließen damit rund 24 Millionen Euro in die Kasse der Gesellschaft. Nach der Maßnahme hält Quanmax und grosso einen Anteil von rund 80 Prozent an der S&T. Wirtschaftlich sind der Quanmax AG 40 Prozent an S&T anzurechnen. Durch die Stimmenmehrheit wird Niederhauser den Zukauf voraussichtlich ab 2012 konsolidieren. Im Gegenzug werden die Banken der S&Tauf Schulden von gut 42 Millionen Euro verzichten bei einer Gesamtposition von 62 Millionen Euro. Nach der Sanierung der Kapitalstruktur wird S&T wieder über ein deutlich positives Eigenkapital von circa 35 Millionen Euro verfügen. Eine wesentliche Hürde für den Deal ist die Zustimmung der Hauptversammlung von S&T. Dafür ist eine Mehrheit von 75 Prozent notwendig. Den Anteilseignern wird allerdings nichts anderes übrig bleiben als sich quasi enteignen zu lassen. Die Alternative ist dieInsolvenz! Quanmax muss für diese Transaktion zwölf Millionen Euro stemmen. Sieben Millionen Euro hat sich Niederhauser bereits über Fremdkapital gesichert. Für weitere vier Millionen Euro plant das Unternehmen eine Kapitalerhöhung. „Wir planen eine Kapitalerhöhung im Volumen von zehn Prozent des Grundkapitals mit Bezugsrecht. Ich persönlich werde neue Aktien im Volumen von zwei Millionen Euro zeichnen“, sagt uns Niederhauser im Hintergrundgespräch. Die Kapitalerhöhung entspricht 2,2 Millionen frische Aktien. Die Maßnahme dürfte in den nächsten Monaten umgesetzt werden. Der Rest zur Finanzierung stemmt die Kasse von Quanmax. S&T ist auf den ersten Blick ein brandheißer Sanierungsfall. Bei genauerer Betrachtung und insbesondere nachVerzicht der Banken, sollte Niederhauser der Turnaroundrasch gelingen. S&T verfügt über profitables Geschäft in Osteuropa, welches rund 200 Millionen Euro Umsatz einfährt. „Dieses Geschäft interessiert uns. Wir können diesen starken Vertriebsarm in Osteuropa ideal für unsere Produkte nutzen“. Das Geschäft in Österreich soll reduziert werden. „Die Rosinen daraus behalten wir. Wir sprechenhier von einem Umsatz von 30 Millionen Euro“. Kräftig aufräumen will Niederhauser, der den Posten des CEO beiS&T übernehmen wird, bei den Verwaltungs- undFinanzierungskosten. „S&T hat einen Verwaltungsapparat von 15 Millionen Euro. Das ist massiv übertrieben und wird nach unserer Berechnung bis auf circa eine Million Euro fast ersatzlos gestrichen“. Diese Kosten sind laut Niederhauser rasch einzustampfen. Der Personalbestand sollentsprechend reduziert werden. Nach dem SpeckwegProgramm wird S&T profitabel wirtschaften.„Wir erwarten bereits 2012 einen deutlichen Gewinnbeitrag“. Der Osteuropa-Umsatz ist mit einer Nettomarge von drei Prozent profitabel und hat das Potenzial mit fünf bis sieben Prozent zu wirtschaften. Österreich und die Verwaltung wird den Gewinn ab 2012 nicht mehr verfrühstücken. Aus der S&T erwartet Niederhauser ab 2012 einen Umsatz von circa 210 Millionen Euro. Quanmax setzt 2011 mehr als 100 Millionen Euro um und wird 2012 aus eigener Kraft etwa 130 Millionen Euro Umsatz stemmen. Daraus errechnet sich für 2012 ein Umsatz von gut340 Millionen Euro. „Das ist eine realistische Größenordnung“. 2011 erwartet der Aufsichtsratschef einen Profit von 5,5 Millionen Euro. „Der Gewinn wird sich für Quanmax aufgrund der Übernahme von S&T auf mindestens zehn Millionen Euro verdoppeln“. Die Minderheits-abgaben auf das Steak in S&T sind hierbei berücksichtigt. Für das Paket der grosso Holding hat Quanmax eine Option, die früheroder später gezogen wird. Ein Übernahmeangebot für S&T auf alle Aktien, wird es vorerst nicht geben.Perspektivisch erwartet Niederhauser eine Netto-Umsatzrendite von fünf Prozent. Bei Einnahmen von 340 Millionen Euro, entspricht dies einem Gewinn abzüglich der Minderheiten von 17Millionen Euro. Das Niveau könnte frühestens im Jahr 2013 erreicht werden. „Gehen wir diesen Weg, sind wir voraussichtlich ein Kandidat für den TecDAX“, so Niederhauser.Durch die Übernahme von S&T wächst Quanmaxin ganz neue Dimensionen. In früheren Gesprächen hat uns Niederhauser signalisiert, dass er aus Quanmax ein Unternehmen mit einem Umsatz von 200 bis 400 Millionen Euro formen will. Gesagt, getan! In der aktuellen Börsenlage scheint die Meldung völlig untergegangen zu sein. Quanmaxwird aktuell lediglich mit rund 40 Millionen Euro kapitalisiert. Dreh- und Angelpunkt der Bewertung ist natürlich die erfolgreiche Sanierung von S&T. Die Chancen dafür stehen bestens. Gemeinsam mit Erhard Grossnigg, einem sehr erfahrenen und erfolgreichen Firmendoktor aus Wien und Niederhauser selbst, gehen wir von einem Erfolg aus. Es bleibt bei unsererEinschätzung: Die Aktie von Quanmax kann sich mehr als einmal verdoppeln!TradeCentre Börsenbrief Nr. 411 vom 14.9.2011. |
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